Cannabinoide sind chemische Verbindungen, die die Cannabinoid-Rezeptoren in unserem Körper aktivieren

eCB-System

Das Endocannabinoidsystem (eCB-System) besteht aus den Cannabinoid-Rezeptoren (CB1 und CB2), den Endocannabinoiden sowie den synthetisierenden und abbauenden Enzymen. Das eCB-System fungiert als wichtiger Neuromodulator welches in der Lage ist, die Aktivität anderer Neurotransmittersysteme zu beeinflussen, und dient damit der Erhaltung der Homöostase im gesamten Nervensystem.

CB1-Rezeptoren gehören zu den am häufigsten exprimierten G-Protein-gekoppelten Rezeptoren im menschlichen Gehirn (den Basalganglien, der Substantia nigra, dem Hippocampus, dem Riechkolben, dem Kleinhirn, der Großhirnrinde usw.). In geringerer Zahl finden sie sich auch in verschiedenen peripheren Organen (Nebennieren, Fettzellen, Herz, Milz, Magen, Rückenmark, Lunge, Gastrointestinaltrakt, Mund, Auge, Geschlechtsorgane, Prostata usw.) wieder.

CB2-Rezeptoren werden vorrangig von Zellen des Immunsystems exprimiert, hier insbesondere in hoher Dichte in Makrophagen, CD4+- und CD8+-T-Lymphozyten, B-Lymphozyten, natürlichen Killerzellen, Monozyten und neutrophilen Granulozyten. In geringer Dichte wurde der CB2-Rezeptor im Gehirn (Mikroglia, Stammhirn), Knochen (Osteozyten, Osteoblasten und Osteoklasten) in Organen und Gewebe mit reproduktiver Funktion (z.B. Spermatogonien, Plazenta, Ovarien, Oozyten), den Keratinozyten der Haut usw. nachweisbar. Wie die CB1-Rezeptoren gehören auch sie zu den G-Protein-gekoppelten Rezeptoren. Ihre Aktivierung setzt eine Signalkaskade in Gang (Inhibierung der Adenylatzyklase, intrazelluläre Kalzium-Freisetzung, Hemmung des Kaliumausstroms), die schließlich zu einer Modulation der neuronalen Erregbarkeit führt.

von Alexander Martens, Natugena

88 gefundene Studien zu „Cannabididol“

30 Studien im Zusammenhang mit Epilepsie
6 Studien im Zusammenhang mit Demenz / Deilirium
14 Studien zu Autoimmunkrankheiten
4 Studien zum Thema „Cannabidiol und Pädiatrie“ gefunden

Geschlechts- / Altersunterschied

„Generell lässt sich festhalte: die Gehirne von Frauen und Männern sind ähnlich, aber nicht identisch. Die Bausubstanz und das Grundgerüst sind ähnlich, aber nicht identisch. Die Bausubstanz und das Grundgerüst sind selbstverständlich gleich, dennoch unterscheiden sich die Gehirne durchaus in der Ausführung und auch in bestimmten Reifungsprozessen. Dies betrifft nicht nur Struktur- und Grössenunterschiede in bestimmten Gehirnregionen wie z.B. Hypothalamus, Hippokampus, Amygdala und Kleinhirn, sondern ebenso die Neurochemie.“

- Geschlechtshormone haben einen wesentlichen Einfluss auf die Wirkungsweise von Cannabionide
- Hohe Variation der Dichte und Ligandensensitivität von CB1 Rezeptoren wären der Menstruationszyklen
- Hohe Dichte mit Beginn der Pubertät
- „Im hohen Alter scheint es dagegen zu rückläufigen Prozessen und einer generell verminderten Sensitivität des eCB-Systems zu kommen“

Hormone

„CBD verstärkt die Signalgebung durch Adenosin im Körper. Adenosin übt eine Anzahl von Wirkungen aus. So blockiert es die Ausschüttung aller aktivierenden und belebenden Botenstoffe im Nervensystem, so genannter Neurotransmitter, wie beispielsweise Dopamin, Acetylcholin und Noradrenalin. Dies bewirkt beispielsweise eine Weitung der Blutgefässe“

„Der 5-HT1A-Rezeptor gehört zur Familie der so genannten Serotonin-Rezeptoren. Dieser Rezeptor ist im Gehirn und Rückenmark für Lernvorgänge, die Regulierung der Körpertemperatur und andere Effekte verantwortlich. Seine Aktivierung durch bekannte Medikamente wie Buspiron, macht man sich bereit heut in der Medizin aber auch zur Behandlung psychischer Erkrankungen zu Nutze, darunter Angstzustände und Depressionen. Seine Aktivierung könnte zu den angstlösenden Wirkungen des CBD
Beitragen.“