Altertum

Bereits vor über 5000 Jahren wurde Cannabis als Schmerzmittel gebraucht. In China und Indien legte man den verletzten Kriegern Hanfblätter auf die Wunden, um die Schmerzen zu lindern. Durch Völkerwanderungen, Kriege und Handel verbreiteten sich Hanfprodukte über die ganze Welt. Daneben behandelte man Verbrennungen, Schmerzen, Gelbsucht oder sogar die Pest mit Cannabis. Damals wurde medizinische Pflege oft zusammen mit spirituellen Ritualen durchgeführt.

Bis 1833 war Hanf (Cannabis sativa ) die größte landwirtschaftliche Kulturpflanze der Welt. Vom Hanf konnte man unzählige verschiedene Produkte nutzen. Hanf-Fabrik entstanden und dieser natürliche Rohstoff wurde vielfältig verarbeitet. Es war der Grundstoff für Gewebe, Öle, Medizin und Papier.

Bis 1900 wurden die meisten Textilien aus Hanf hergestellt und fast 50 % der Medikamente auf dem Markt. Dieser Industriezweig florierte bis fast der zweiten Hälfte des 1900 Jahrhunderts. Man konnte mehr als 25 Produkte aus seiner Cellulose erhalten.

Hanf-Verbot, im Interesse von wem?

Mitte der Dreissigerjahre des letzten Jahrhunderts, als in den USA mechanische Hanfschälmaschinen und Maschinen zur Konservierung der zellulosereichen Hanfzellmasse in technisch ausgereifter Form und zu erschwinglichen Preisen verfügbar wurden, drohten den grossen Holz-, Papier- und Zeitungsunternehmen milliardenschwere Verluste, wenn nicht sogar Bankrott. Zur selben Zeit hatte der Chemie-Konzern Du Pont Verfahren zur Papierherstellung aus Holzzellulose, sowie Verfahren zur Herstellung von Plastik aus Öl und Kohle patentieren lassen. Und obendrauf patentierte Du Pont noch die Entdeckung der Nylonfaser. Verträge mit den Erdöl-Kolonien waren unter Dach und Fach. Historikern zufolge sollten seine Verfahren in den nächsten 50 Jahren über 80 Prozent seiner gesamten Produktion ausmachen.

Lukrative langjährige Geschäfte in Gefahr
Die Konkurrenz des umweltfreundlichen Hanfpapiers und eines aus Naturstoffen hergestellten Plastikmaterials wie es Henry Ford vorschwebte, hätte die lukrativen Geschäfte der Zeitungsindustrie von Hearst, Du Pont und dessen wichtigsten Geldgeber, die Mellon-Bank, gefährdet. 1931, noch zur Zeit der Alkoholprohibition, ernannte Andrew Mellon, in seiner Funktion als Finanzminister des langjährigen FBI-Chefs J. Edgar Hoovers, seinen Schwiegerneffen Harry J. Anslinger zum Leiter der Drogen- und Rauschgiftbehörde. Allesamt waren sie nicht nur an guten Geschäften interessiert, sondern auch bekennende Rassisten.

Wikipedia , Drogenpolitik

Tatsache bleibt:
Hanf wurde aus wirtschaftlichen Gründen verboten und deshalb als gefährlich deklariert
.